Prepaid

Prepaid Startguthaben kann man heute gleich bei zwei verschiedenen Dingen bekommen. Das Eine ist die SIM-Karte fürs Handy und das Andere die Prepaid Kreditkarte. Bei misstrauischen Kunden kommt hier sofort der Gedanke auf, dass niemand mehr etwas zu verschenken hat und dass da irgendwo ein Haken sein müsste. Doch in der Regel ist das weder bei dem Prepaid Startguthaben der SIM noch bei der Kreditkarte der Fall.

Teilweise werden die Prepaid Startguthaben durchs Hintertürchen wieder verrechnet. Das können in beiden Fällen monatliche Grundgebühren sein, auf die über die vertragliche Laufzeit hinweg durch einen kleinen Aufschlag das dem Kunden eingeräumte Prepaid Startguthaben wieder verrechnet wird. Bei den Prepaid Startguthaben für das Handy kann die Amortisation dieses Werbegeschenks auch über kalkulierte Aufschläge bei den Preisen für SMS oder vertelefonierte Minuten auf den Weg gebracht werden.

Selbst wenn keine Verrechnung der Prepaid Startguthaben auf einem der genannten Wege erfolgt, sind sie für die Anbieter dennoch lukrativ. Sie sind eine preiswerte Form der Werbung. In den größeren TV-Zeitungen zum Beispiel kann eine Anzeige in der Größe einer Visitenkarte über 5.000 Euro kosten. Dafür kann man 500 Neukunden ein Prepaid Startguthaben in Höhe von zehn Euro einräumen. Und das bringt wesentlich mehr Neukunden als die Zeitungsanzeige.

Beim Prepaid Startguthaben für die Kreditkarte kommt sogar noch ein anderer Fakt hinzu. Im Rahmen von Affiliatewerbung werden Kreditkarten mit Startguthaben auch über Händler angeboten. Dort besteht allerdings die Einschränkung, dass die Guthaben nur bei Einkäufen bei dem Händler eingesetzt werden können. So bekommt die Bank neue Kunden und der Händler mehr Umsatz. Und die Kosten für die Prepaid Startguthaben werden als Werbungskosten zwischen beiden Beteiligten geteilt.